Strategiegespräch der Lokalen Bündnisse für Familien Thüringen

Familienfreundlichkeit bleibt zentraler Standortfaktor
Erfurt, 17. November 2025. Vertreterinnen und Vertreter der Lokalen Bündnisse für Familien, Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft trafen sich bei der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) in Erfurt zu einem Strategiegespräch unter dem Titel „Demografische Trends in Thüringen – weniger, älter, vielfältiger“.
Im Fokus standen die demografischen Herausforderungen des Freistaats sowie Strategien, wie Thüringen durch mehr Familienfreundlichkeit an Attraktivität gewinnen kann.
Familienministerin Katharina Schenk nahm persönlich am Austausch teil und setzte klare Akzente für die zukünftige Ausrichtung der Familienpolitik.

Ministerin Schenk: „Familienfreundlichkeit ist ein entscheidender Standortvorteil für Thüringen“
Familienministerin Katharina Schenk hob die Bedeutung lokaler Netzwerke hervor: „Familienfreundlichkeit ist ein entscheidender Standortvorteil für Thüringen. Wenn wir Familien stärken, stärken wir auch unsere Regionen – wirtschaftlich, sozial und demografisch. Die Lokalen Bündnisse leisten hierfür unverzichtbare Arbeit, und das Engagement vor Ort beeindruckt mich sehr.“

LEG Thüringen als Gastgeberin und Partnerin
LEG-Geschäftsführerin Sabine Wosche unterstrich in ihrer Begrüßung die wachsende Bedeutung familienfreundlicher Strukturen für Kommunen und Unternehmen. Die LEG unterstütze aktiv Projekte, die Familien binden, zurückholen oder neu für Thüringen gewinnen.

In der Gesprächsrunde mit Expertinnen und Experten wurde deutlich:
Thüringen steht weiterhin vor Abwanderung, Geburtenrückgang und Fachkräftemangel.
Familienfreundliche Arbeitsbedingungen werden für Unternehmen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Die steigende Zahl pflegebedürftiger Angehöriger belastet viele Familien und erfordert flexible Unterstützungsangebote.

Praxisbeispiele aus ganz Thüringen zeigten, wie lokale Initiativen bereits heute Familien stärken und Kommunen unterstützen.
Mehrere Projekte stellten konkrete Lösungen vor – von mobilen Familienangeboten in ländlichen Räumen über Angebote zur Entlastung für Alleinerziehende, betrieblichen Pflegelotsen als Unterstützung für Beschäftigte mit Pflegeverantwortung, bis hin zu Resilienzförderung für Familien.

Lokale Bündnisse als Schlüsselakteure
In einer Ideenwerkstatt diskutierten die Bündniskoordinierenden aktuelle Herausforderungen wie begrenzte Ressourcen, digitale Anforderungen und zunehmende Pflegebedarfe. Die Koordinierungsstelle betonte die besondere Rolle der Bündnisse als verbindendes Netzwerk zwischen Kommunen, Unternehmen und Zivilgesellschaft.